Der Gürtel

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Der FeelSpace Gürtel als taktile Navigationsunterstützung

 

 

 
  • 360° Abdeckung um die Körperachse
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  • intuitive Nutzung
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  • für Ausflüge in Stadt, Land und Natur
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  • Hände, Augen und Ohren bleiben frei
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  • diskret unter der Kleidung tragbar
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  • fühlbar orientierungssicher
 

 
 

  Angesteuert über eine App zeigt der Gürtel die Richtung oder auch die Route zu einem Wegziel an. Damit kann jeder, der sich beim Navigieren mehr Komfort wünscht, den feelSpace Gürtel nutzen.
In unserer Forschung wurde der Gürtel ursprünglich als ein taktiler Kompass verwendet, um zu testen, ob unsere Sinne erweiterbar sind. Über unsere Forschung erfahren Sie mehr, wenn sie auf den Pfeil rechts klicken.
 

Der Gürtel zur Sinneserweiterung in unserer Forschung

Was passiert, wenn man Menschen über einen längeren Zeitraum mit kontinuierlicher Information über den magnetischen Norden versorgt? Entwickelt sich bei ihnen ein Sinn für Norden, wie ihn beispielsweise Zugvögel besitzen? Um dieser Frage nachzugehen, haben wir hier am Institut für Neurobiopsychologie der Universität Osnabrück ein Gürtel gebaut, welcher seinem Träger mittels Vibrationssignalen anzeigt, wo sich der Norden befindet. Im Gürtel sind ringsum Vibrationselemente integriert und das jeweils nördlichste Element ist aktiv. Dreht man sich im Raum, wandert das Signal entgegengesetzt zur eigenen Bewegung um die Taille. Somit ist der Gürtelträger stets über seine relative Ausrichtung zum magnetischen Norden informiert.

Der feelSpace Kompassgürtel ist damit ein Gerät, welches das Set unserer Sinne erweitert (Sensory Augmenttion), indem es die Richtung nach Norden taktil auf die Taille projiziert. Für unsere Forschungszwecke haben wir verschiedene Versionen des Gürtels gebaut, und zwar einen fMRT kompatiblen Gürtel, welcher nicht ferromagnetische Aktuatoren hat und eine Version mit Handy-Motoren Der feelSpace Kompassgürtel ist damit ein Gerät, welches das Set unserer Sinne erweitert (Sensory Augmenttion), indem es die Richtung nach Norden taktil auf die Taille projiziert. Für unsere Forschungszwecke haben wir verschiedene Versionen des Gürtels gebaut, und zwar einen fMRT kompatiblen Gürtel, welcher nicht ferromagnetische Aktuatoren hat und eine Version mit Handy-Motoren.

In einer Pilotstudie von 2005 haben wir getestet, ob die Gürtelsignale von den Versuchspersonen integriert werden können. Die Resultate waren vielversprechend, allerdings gab es noch Unklarheiten [Nagel et al. 2005]. Wir haben 2011 eine großangelegte Studie durchgeführt, wo Probanden den Gürtel während 6 Wochen tagsüber trugen und damit trainierten. Mit einer Testbatterie, die vor, während und nach dieser Zeit durchgeführt wurde, waren wir in der Lage die physiologischen, behavioralen, perzeptuellen und subjektiven Änderungen zu messen [Kärcher et al. 2012, König et al. 2014].

Theoretischer Hintergrund unserer Forschung

Sensorielle Substitution

Der amerikanische Neurophysiologe Dr. Paul Bach-y-Rita hat in den späten 60’er Jahren im Bereich der Neuroplastizität die Grundlagen für die sensorielle Substitution gelegt. Er hat untersucht, welche Möglichkeiten es gibt, sensorische Defizite, z.B. Blindheit, zu kompensieren. So entwickelte er im Jahr 1963 ein Gerät, welches Versuchspersonen visuelle Information taktil darbietet ("Tactile Vision Substitution System" TVSS). Die Apparatur bestand aus einer Kamera und einer taktilen Oberfläche, welche aus einer Matrix mit vibrierenden Nadeln bestand. Um die Bildinformation zu vereinfachen, wurde sie in Graustufen umgewandelt, welche schließlich in Vibrationen unterschiedlicher Frequenz übersetzt und auf den Rücken der Versuchspersonen appliziert wurde. Dass der Tastsinn als ein Mensch-Computer-Interface dienen kann, ist durch die Anpassungsfähigkeit (Plastizität) des Gehirns möglich.

Über die Qualität einer Wahrnehmung

Eine theoretische Grundlage für unsere Arbeit und eine Erklärung, warum sensorielle Substitution funktioniert, ist die Wahrnehmungstheorie der sensomotorischen Kontingenzen von Alva Noë und Kevin O’Regan. Ihr Ansatz geht davon aus, dass eine Wahrnehmungserfahrung, die wir mit einem bestimmten Sinn assoziieren, nicht dadurch entsteht, dass ein konkretes Hirnareal aktiviert wird, sondern durch unsere Interaktion mit der Umwelt. Eine Wahrnehmungserfahrung ist das Resultat der systematischen Änderung des sensorischen Inputs in Relation zu unseren Motoraktionen. Somit kann man eine Sinnesmodalität als etwas betrachten, das eng damit verbunden ist, wie wir unsere Umgebung aktiv erkunden, wobei das nicht an ein bestimmtes Sinnesorgan festgemacht ist. Eine ausführliche Abhandlung dieser Theorie wurde in einem Artikel von 2001 veröffentlicht: "A sensorimotor account of vision and visual consciousness".

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Veröffentlichungen

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Wissenschaftliche Veröffentlichungen

  • The experience of new sensorimotor contingencies by sensory augmentation. Kaspar K., König, S.U., Schwandt J., & König, P. (2014). Consciousness and Cognition 28:47 - 63, doi: 10.1016/j.concog.2014.06.006.
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  • Sensory augmentation for the blind. Kärcher, S.M., Fenzlaff, S., Hartmann, D., Nagel, S.K., & König, P. (2012). Frontiers in Human Neuroscience 6:37, doi: 10.3389/fnhum.2012.00037.
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  • Beyond sensory substitution - learning the sixth sense. Nagel, S. K., Carl, C., Kringe, T., Märtin, R., & König, P. (2005). Journal of neural engineering, 2(4), R13-26. doi: 10.1088/1741-2560/2/4/R02.

Medien

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Im Web...

03.2013

Niederländische Wissenschaftsplattform W24.nl, "Zesde zintuig - De riem die altijd naar het noorden wijst"

03.2013

Ein Videointerview mit Prof. Peter König während einer Konferenz zur "Neuroästhetik" in Karlsruhe. Das Interview wurde unter dem Thema, "Schönheit" veröffentlicht.

10.2010

Creative Applications hat einen Artikel über das feelSpace Forschungsprojekt geschrieben.

03.2007

wired.com hat einen Artikel über Forschung im Bereich Sensorielle Substitution geschrieben: "Mixed Feelings" Darin wurde auch das feelSpace Forschungsprojekt erwähnt.

01.2006

Scinexx Das Wissensmagazin hat einen Artikel über das feelSpace Forschungsprojekt veröffentlicht: "Auch Hilmmelsrichtungen kann man fühlen - Neurowissenschaftler entwickeln elektornischen Kompass-Gürtel"


Im Fernsehen ...

04.2014

Das ARD berichtet in der Sendung "Kopfball" über unser Forschungsprojekt: "Magnetsinn im Kopf"

02.2014

Der WDR berichtet in der Sendung "Quarks und Co" über unser Forschungsprojekt: "Der sechste Sinn". Adrian Pflug probiert den Gürtel aus.

06.2013

Die amerikanische Dokumentarreihe "Through the Wormhole" berichtet innerhalb der "How do aliens think?" Episode (7:41-11:06min) über das feelSpace Forschungsprojekt.

03.2013

Niederländische Wissenschaftsplattform W24.nl, "Het zesde zintuig"

07.2012

ZDF/Arte X:enius, "Osnabrücker Kompassgürtel - der sechste Sinn"

01.2012

Vincent Bijlo hat uns in Osnabrück besucht und den feelSpace Kompassgürtel ausprobiert. "Pavlov-Show", 22:16 - 28:47min

11.2011

NDR DAS!, "Der sechste Sinn"

01.2011

BBC Two Horizon berichtet in der "Seeing is Believing" Episode über das feelSpace Forschungsprojekt.

 
 
 
 

Im Radio ...

12.2014

In der Technologie-Radiosendung "Sparks" (CBC Radio) wurde Peter König zum feelSpace Forschungsprojekt interviewt: "Building an artificial sixth sense"

10.2014

Die Sendung "Logo - Das Wissenschaftsmagazin" (NDR Info) hat ein Interview mit Silke Kärcher and Jessika Schwandt zum feelSpace Forschungsprojekt ausgestrahlt. Der Titel des Radiobeitrags lautet: "Hat der Mensch neben seinem Orientierungssinn auch einen Magnetsinn?"

10.2011

Radio Bremen / Nordwestradio, Sven Weingärtner interviewt Peter König, Maria Schmitz, Caspar Goeke

10.2011

radioeins/rbb, Live-Interview im Wissenschaftsmagazin "Die Profis"

01.2008

Deutschlandfunk "Embodiment" (Wissenschaft im Brennpunkt)


In der Presse ...

02.2015

Katharina Müller beschreibt in dem Artikel der Zeitschrift Gehirn und Geist (Nr.3/2015, S.18-23) "Kann man einen neuen Sinn entwickeln?" ihre Erfahrungen mit dem feelSpace Gürtel

09.2011

Der Spiegel, "Hirnforschung: Kompass im Kopf"

09.2009

STERN, "Embodiment" bzw. "Das Zusammenspiel von Körper und Gehirn", Journalist: Rüdiger Braun

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Kontakt

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Haben Sie Interesse am oder Fragen rund um den feelSpace Gürtel, dann kontaktieren Sie uns. Möchten Sie einen feelSpace Gürtel vorbestellen, dann schreiben Sie uns an.
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FeelSpace Team der Neurobiopsychologie
Universität Osnabrück
Institut für Kognitionswissenschaft
Albrechtstr. 28
D-49067 Osnabrück, Deutschland

Team

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  • Silke Kärcher

    Silke
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    Projektmanagement

  • Jessika Schwandt

    Jessika Schwandt

    Forschung und Entwicklung

  • Susan Wache

    Susan
    Wache

    Marketing

  • Alexander Warth

    Alexander Warth

    Hardware Design und Entwicklung


  • Tobias Vonhöne

    Tobias
    Vonhöne

    Hardware Design

  • Julia Wache

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    Marketing

  • Krzysztof Izdebski

    Krzysztof Izdebski

    Technische Assistenz

  • Petr Legkov

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    Technische Assistenz

  • Prof. Dr. Peter König

    Prof. Dr. Peter König

    Forschungsleiter

  • Dr. Sabine König

    Dr. Sabine König

    Forschungsgruppenleiterin


Neuigkeiten

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Demnächst ...

16.-20.03.2015

Wir sind dieses Jahr auf der CeBIT vertreten: Halle 9, Stand C28. Wenn Sie vorbeikommen, können Sie den Gürtel auch gerne ausprobieren.

 
 
 

 
 
 

 
 
 

 

Kürzlich ...

16.10.2014

Susan Wache hat auf dem Innovate! Concept Award Osanbrück den feelSpace Gürtel als eine Navigationsunterstützung für Senioren und Blinde vorgestellt und damit den ersten Platz ergattert.

03.10.2014

Auf dem Falling Walls Lab 2014 in Trento (Italien) hat Susan Wache mit ihrem Pitch für den FeelSpace Gürtel als Navigationsunterstützung den zweiten Platz belegt.

17.-23.08.2014

Julia Wache und ihr Team aus Trento haben mit dem feelSpace Gürtel als Navigationsunterstützung für Blinde den ersten Platz beim "Global Student Business Concept Challenge" (in Virginia, USA) belegt und die "VT KnowledgeWorks Global Challenge Trophy" sowie ein Preisgeld gewonnen.